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31.10.2004

*grübel* Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll und womit vielleicht lieber nicht. Von Euch kamen so viele liebe und ermunternde Gästebucheinträge, dass ich einfach wieder schreiben will und irgendwie auch muß. Somit gelten die ersten Sätze Euch. Vielen Dank für alle Einträge, macht weiter so!

Seit Januar ist sehr viel passiert. Alles in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen, schaffe ich nicht mehr, daher wird es vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas chaotisch werden. Nicht verzweifeln, sondern einfach weiter lesen.

Im Laufe der Monate hat sich unsere Liebe weiter entwickelt und eine andere "Dimension" bzw. "Tiefe" erreicht. Das lässt sich nicht einfach so beschreiben. Das ist etwas, was einen weiter zusammen schweißt und es zuläßt, dass man Situationen zusammen durchsteht, die vorher zu einem Beziehungsbruch geführt hätten. Wie es dazu kam? Lasst mich erzählen:
In den Monaten die folgten, haben wir in gewisser weise einen monotonen Punkt erreicht. Das ist im allgemeinen Sprachgebrauch das, was man "Alltag" nennt. Viele Dinge erledigen sich von alleine oder das man darüber spricht. Man steht gemeinsam auf, frühstückt, gibt dem anderen einen kurzen Kuss, wünscht ihm viel Spaß beim Tagesablauf und verlässt die Wohnung. Dies wiederholt sich fünf mal in der Woche und dann ist Wochenende. Im "Alltag" gibt es morgens kaum ein kuscheln oder ein paar andere liebe Worte, da ist kein Platz für unvorhergesehene Sachen oder Taten. Da spult man ein Muster ab und wiederholt dies. Und das schlimmste an der Sache ist, dass man irgendwann in diesem Alltag steckt und es nicht einmal merkt. Da entfremdet man sich ein wenig vom Partner, denn es ist ja alles nur noch Standard und nichts besonderes mehr. Aber irgendwann fällt einem auf, dass da ja noch jemand besonderes ist. Jemand, den man doch liebt und mit dem man was erleben will.

Doch ohne weiter darüber nachzudenken, fährt man fort mit dem Alltag. Jeden Tag aufs neue. Ist doch auch irgendwie okay, denn es klappt alles, man ist zufrieden und hat nichts zu meckern. Aber ist es das, was ich mir gewünscht hatte? Warum hatte uns der Alltag so fest im Griff? Warum haben wir zugelassen, dass er das UNS in den Hintergrund gedrengt hat? Ich weiss es bis heute nicht. Da waren so viele Dinge auf einmal. Und alles war immer wichtiger und der Kalender war voller Termine. Da blieb keine Zeit für ein UNS.

Eines Tages, da war alles wieder anders. Da wachte ich morgens auf und irgendwas stimmte nicht. Aber was war es? Ich orientierte mich im halbdunkeln und stellte fest, dass ER nicht im Bett neben mir lag, wie es doch "Alltags" immer gewesen ist. Vor lauter Schreck fuhr ich hoch aus dem Bett, tastete nach dem Lichtschalter und es war so. ER lag nicht in seinem Bett. Warum? Was war geschehen? Voller Panik stand ich auf und rannte ins Wohnzimmer. Da war ER. ER saß auf der Couch und starrte ins nichts. Warum? Er konnte nicht schlafen und wollte micht nicht aufwecken mit seinem umherwelzen im Bett. Ich setzte mich zu ihm und wir fingen an zu reden. Darüber, warum der Alltag uns so im Griff hat und wie wir das ändern können.

Einfach war es nicht. Seine Gefühle in Worte zu fassen und dem anderen nun zu sagen, warum der Alltag nicht gut sei und keinen Spaß machte, war verdammt schwer. Mühselig suchte ich nach Worten. Dabei war es doch so einfach: Ich vermisse Dich im Alltag, denn Du bist dann nicht bei mir. Und genau das ist es. Im Alltag lebt man nebeneinander her und nicht miteinander. Und genau da haben wir angestzt. Wir haben geredet und uns in den Arm genommen.

Denn Alltag immer wieder aufs neue zu überlisten, das ist es, was in einer Beziehung sehr schwierig ist. Aber es ist zu schaffen und wenn man es nur durch Kleinigkeiten versucht. Da gab es dann z.B. kleine Zettel mit lieben Worten, die ich an meinem Rucksack fand. Oder da war die Packung After Eight in meiner Reisetasche, als ich beruflich wieder weg musste. Da kommt ab und an eine SMS mit einfach nur einem *kuss* drin. Und genau darauf wartet doch jeder. Auf diese kleine Aufmerksamkeit. Auf diese kleinen Hinweise, dass der anderen an einen denkt. Doch habe ich nicht nur gewartet, sondern auch gegeben. Liebe Worte beim morgendlichen Abschied, der Zettel der am Joghurt im Kühlschrank klebt, die "Guten-Morgen-Ich-Liebe-Dich"-eMail und tausen kleine andere Sachen. Ja, da waren sie, die Ausbrecher aus dem Alltag.

Dies bleibt nicht immer so. Man muß sich gegenseitig immer wieder animieren und den Alltag vergessen machen.

In den letzten Monaten hat es aber auch viel Streit gegeben. Mehr, als in den Monaten davor. Vielleicht, weil das Zusammenleben nicht immer einfach ist. Vielleicht aber auch, weil man Dinge von seinem Partner erwartet, die er gar nicht weiß. Woher auch, wenn man sie ihm nicht gesagt hat. Bei den Streitereien ging es meist um Kleinigkeiten. Im Hintergrund schwelte immer eine gewisse Unzufriedenheit. Unzufriedenheit mit sich, mit seinem Umfeld. Und diese haben wir beide in die Beziehung getragen. Anstatt darüber zu reden, haben wir uns gegenseitig angemault und angezickt. Wir haben selten über die tatsächlichen Gründe gesprochen. Vielleicht waren wir beide zu feige uns gewisse Dinge einzugestehen.

Und immer dann, wenn man unzufrieden ist, fängt man an, an der Beziehung zu zweifeln. "Ist es da richtige? Ist es das was ich für die Zukunft will? Ist es das, was ich mir ausgesucht habe? Klappt das auch weiter so gut?" Tja, und dann sitzt man da und grübelt und grübelt und grübelt. Und reden tut natürlich keiner. Warum auch? Erstmal macht man alles mit sich selber aus.

Dann wurde die Sache mit meinen Knien immer schlimmer. Um kurz auszuholen: Ich habe Probleme mit beiden Knie-Gelenken. Die Schicht unter den Kniegelenken ist bei mir angegriffen und wenn ich dann zu lange sitzte bekomme ich dicke Knie und Schmerzen in den Gelenken. Mit Sport und Stabilisation der Muskeln wird es etwas besser. Durch diese Angelegenheit bin ich in gewissen Dingen eingegrenzt. Ich kann kein Fahrrad fahren, bekomme manchmal Probleme beim Treppen steigen und kann im Augenblick kein Kinofilm mehr sehen, weil ich nach kurzer Zeit nicht mehr sitzen kann. Kurzum: es ist zum heulen, aber damit muß ich leben.

Tja, und dann kamen diese besagten Zweifel an der Beziehung. Ich habe viel nachgedacht und es erstmal versucht mit mir selber abzumachen bevor ich mit ihm geredet habe. Es gab viele Tränen und ich war manchmal kurz davor aufzugeben, weil ich selber nicht mehr konnte. Es war unglaublich, wieviel Selbstzweifel ein Mensch an den Tag bringen kann ohne dabei zu Grunde zu gehen. Dann ging ich auf ihn zu undfragte ihn gerade heraus: Wirst du den Weg weiter mit mir gehen, auch wenn ich irgendwann vielleicht zwei steife Kniegelenke habe und im Rollstuhl sitze?

Es dauert eine Weile, bis ich eine Antwort bekam. Und er gab sie mir schriftlich. Wenn ich heute diese Mail lese, muß ich heulen. Er schrieb mir: "Was würde es für einen Sinn machen, wenn ich ohne Dich einen Berg besteigen würde, nur um oben dann festzustellen, dass die Aussicht ohne Dich nur halb so schön ist und sie keiner mit mir teilt??"

Und genau das war es: Was macht die Welt für einen Sinn, wenn man das positive und negative nicht mit jemandem teilen kann?

Hier werde ich erstmal einen vorläufigen "Erzähl-Schluß" machen, der Rest folgt in ein paar Tagen!!

 

14.01.2004

Die Zeit rast immer so dahin. Manchmal ist es direkt unheimlich. Man dreht sich zweimal um und schon ist die Woche wieder vorbei. Im Augenblick sitze ich auf meiner Couch, eingemummelt in eine Decke, mit einer Tasse Tee auf dem Tisch und Antibiotika. Leider ist es um meine Gesundheit nicht so gut bestellt. Mein Hals schmerzt und mein Brustkorb sendet mit jedem Atemzug ein heisses Feuer meine Lungen hoch. Vielleicht muss diese Zwangspause einfach mal sein. Zeit, um Ruhe zu haben und sich ein paar Gedanken über sich und sein Umfeld zu machen. Ich denke an die letzten Tage und muss lachen. Das war vielleicht ein Jahreswechsel. Kurz vor dem Wechsel hat mir ein Autohändler für meinen alten Wagen so viel Geld geboten, dass ich einen Kaufvertrag für einen neuen unterschrieben habe. Diesen neuen fahre ich seit einer Woche und bin damit super zufrieden. Ein schönes Fahrgefühl und ein wenig Stolz spielt auch mit. Das Leben kann so schön sein ;-)

Wir unterhalten uns öfter über unsere Hochzeit. So richtig auf einen Termin können wir uns wegen ein paar ungeklärten Umständen nicht einigen. Dafür sind wir uns ziemlich einig, was das eine oder andere kleinere Detail anbelangt. Z.B. sind wir uns einig, dass wir beide "Ja" sagen wollen, wenn wir gefragt werden *G* Wir möchten beide auf die Kirchliche Trauung verzichten und wir werden nur im engen Rahmen feiern. Ausserdem möchten wir keine Feier im klassischen Sinne, sondern eher eine Party. Tja, es fehlt eben nur noch der Termin, die Räumlichkeiten (Hat jemand eine Idee?) und das Buffet. Mal abgesehen von der Kleidung die auch noch fehlt. *seufz* Wir werden in ein paar Monaten bestimmt mehr wissen...

Aufruf: Wer eine Idee bezüglich Räumlichkeiten für eine rustikale Hochzeitsfeier im Raum Braunschweig hat, dem wäre ich für eine e-mail an mich super dankbar. Oder schickt mir doch einfach Berichte über Eure Hochzeit! Wie war es denn? Wo habt Ihr gefeiert und wie? Bin für alles dankbar *lieb_guck*

31.10.2003

Es ist seit meinem letzten Eintrag viel Zeit vergangen. Die Homepage hat seinen Empfänger erreicht und dies mit vollem Erfolg. Es war eine Überraschung, mit der er nicht gerechnet hatte. Mit selbst ausgesuchter Musik im Hintergrund hat er einen Brief von mir geöffnet, die Zeilen verschlungen und sich dann über den PC hergemacht und die Page gelesen. Es dauerte nicht lange und ich hatte auf einmal jede Menge Besucher auf meiner Seite. So hat sie sich dann auch verbreitet. Ich danke allen, die sich ins Gästebuch eingetragen haben. Es ist unglaublich, die Homepage war erst ein paar Tage online und schon hatte ich jede Menge Besucher und Gästebucheinträge.
Seit ein paar Tagen tragen wir beide Ringe. Der eine nennt es Freundschaftsring, der andere sagt Verlobungsring dazu. Der Name ist egal. Für mich ist es nach aussen hin ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit... neben der netten Eigenschaft, dass Ringe einer Frau sowieso immer gut stehen :-)

01.10.2003

Ich schaue mir die fertige Seite an und bin eigentlich ganz zufrieden. Aber innerlich frage ich mich, ob die Seite gut aufgebaut ist, ob der Text in Ordnung ist, ob die Stimmung richtig rüber kommt, ob ich noch ein paar Details verändern soll. Soll ich z.B. Textpassagen aus den e-mails einfügen? Oder ist das zu persönlich und gehört nicht auf diese Seite? Ob mir die Überraschung gelingt? Es ist ein kleines Tauziehen zwischen einem Engelchen und einem Teufelchen. Aber das kennt bestimmt jeder. Mhm.... ich werde die Seite erstmal einfach so belassen und sehen, was sich weiter daraus ergibt. Vielleicht gibt es ja Kritik oder Lob von dem einen oder anderen. Ich überlege, ob ich nicht einen weiteren "Button" einfüge: Buchrezensionen. Ich bin eine absolute Leseratte und könnte so vielleicht den einen oder anderen Tip weitergeben?! Ach ja, Fragen über Fragen....

28.09.2003

Heute habe ich es endlich geschafft, diese Seite weiter zu bearbeiten. Sie muss ja schliesslich bis zum 08.10.2003 fertig im Internet stehen. Heute werde ich die Seite online stellen und dann mal sehen was so passiert.


 
   
   
   
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